Die Mutter der neuzeitlichen Improvisation

Die aus Chicago stammende US-Amerikanerin Viola Spolin wird oft als die «Mutter» des heutigen Improvisations-Theaters genannt. Als Theaterpädagogin und Schauspielerin versuchte sie schon um 1920, ihre Schüler auf «unverkopfte» Weise an die Schauspielerei heran zu führen. Dabei machte sie aus ihrer Not eine Tugend: sobald Schauspieler sich in eine Szene verrannt hatten, ohne tatsächlich den Zugang zu finden, entwickelte Spolin ein passendes Spiel, um ihnen aus der Sackgasse, und damit zurück zum Darstellen zu helfen.

So entstand nach und nach eine Sammlung von sogenannten «theater games», von denen sich einige in ihrem Buch «Improvisation for the Theater» («Improvisationstechniken für Pädagogik, Therapie und Theater», Junfermann Verlag ´83) wieder finden.
Entscheidend an der Entstehung des Buches beteiligt war ihr Sohn, Paul Sills. Mitte der 50er Jahre war er einer der Gründer der ersten professionellen Impro-Theater-Gruppe namens «The Compass» in Chicago. Mit dieser Gruppe testete und verfeinerte er das Konzept seiner Mutter in der Praxis.
(Quelle: ex&hopp)


Bild: www.spolin.com

 
 
     

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